06.10.2017
Kategorie: MM Zielgruppe, WP Wohnformen
Tanja Ehret

APD eröffnet neues Generationenquartier auf Graf Bismarck

Am 26. September 2017 feierte die APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH die offizielle Eröffnung des neuen Generationenquartiers „Leben auf Graf Bismarck“ an der Lübecker Straße 17+19.

Die APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH, mit rund 400 Mitarbeitenden und 800 Klienten einer der zehn größten privaten Pflegedienste in Deutschland mit Sitz in Gelsenkirchen, hat nach Rheinelbe, Schaffrath, Sutum und Rotthausen, auf Graf Bismarck das mittlerweile fünfte Demenz-Wohnprojekt in Gelsenkirchen eröffnet. „Der demografische Wandel erfordert innovative und ganzheitliche Antworten auf die Wünsche der Menschen an ein Leben und Wohnen im Alter. Unser Generationenwohnprojekt ,Leben auf Graf Bismarck‘ hat sich dieser Herausforderung gestellt“, sagt der APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau. 


Zum ersten Mal kombiniert die APD in dem wegweisenden Wohnprojekt 17 hochwertige Einheiten für Betreutes Wohnen gemäß NRW-Gütesiegel mit drei anbieterverantworteten Wohngemeinschaften für insgesamt 24 demenziell veränderte Menschen. In den Wohngemeinschaften finden demenziell veränderte Menschen ein familienähnliches Zuhause und kompetente, individuelle Betreuung. Im Servicewohnen genießen die Mieterinnen und Mieter generationengerechten, schicken Wohnkomfort, den sie - je nach Bedarf und Bedürfnissen - durch Unterstützungsleistungen ergänzen können.

 

Etwa 30 neue, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze werden für das Generationenquartier „Leben auf Graf Bismarck“ entstehen. Weitere 25 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze werden durch medizinische Dienstleister im Gebäude geschaffen.

 

Finanziert wurde das rund  7,5 Mio. Euro teure integrierte Wohnprojekt vom Mülheimer Investoren-Ehepaar Ursula und Peter Kirchner. Für die Planung zeichnet der Gelsenkirchener Architekt Ulrich Domnik verantwortlich. „Auf Graf Bismarck ist es gelungen, in einem Zukunftsquartier neue Maßstäbe für komfortables, sicheres, ökologisches und nachbarschaftliches Wohnen im Alter zu setzen“, sagen Ursula und Peter Kirchner. Die 24 Plätze der drei ambulant betreuten Wohngemeinschaften sind bereits belegt, bei den Servicewohnungen, zum Beispiel bei den Penthäusern und den Appartements, gibt es noch freie Angebote.

 

Die Mieter können aus einem attraktiven Wohnmix für hohe Ansprüche wählen. Neun Appartements (je 43,5 qm), sechs 2,5-Zimmer-Wohnungen (je 63,5 qm) und zwei Penthäuser mit Dachterrasse (je 104 qm) stehen zur Verfügung. Die APD strebt dafür das NRW-Gütesiegel für Betreutes Wohnen an. Mitten in Gelsenkirchen und verkehrsgünstig gelegen, bieten die Wohneinheiten bodentiefe Fenster, Balkons und Terrassen sowie eine Stellplatzanlage mit Garage und einen großen Veranstaltungs- und Gemeinschaftsraum. Ergänzt wird das Ensemble durch drei anbieterverantwortete Wohngemeinschaften mit Betreuungsleistungen, in denen jeweils acht Menschen mit Demenz ein familiäres Zuhause finden können.

 

Das Gebäude mit rund 3.700 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche in erster Reihe am Rhein-Herne-Kanal wird sich die APD mit Mietern aus dem medizinischen Bereich teilen. Durch eine zukunftsweisende Energieversorgung wird 40 % des Strombedarfs des Objektes über eine Photovoltaik-Anlage erwirtschaftet. Die komplette Energie für Fußbodenheizung, Warmwasserversorgung und Kühlung des Objektes wird über Geothermie sichergestellt.

„Das neue Generationenquartier im Stadtquartier Graf Bismarck ist ein weiterer Baustein für die erfolgreiche Entwicklung unserer Vision der Stadt am Wasser“, so Stadtrat Dr. Christopher Schmitt. „Mit der Eröffnung dieses Hauses werden hier 55 neue Arbeitsplätze geschaffen – das ist für sich genommen schon eine sehr erfreuliche Entwicklung. Es ist außerdem zu begrüßen, dass APD beständig neue Projekte in der Pflege und Betreuung umsetzt.“ 


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Tanja Ehret
Tanja Ehret, CareTRIALOG Redaktion
tanja.ehret@caretrialog.de
Tuesday, 14.11.17 15:33 Uhr

WG-Ehrenpreis für Barbara Steffens
Fachverband wig Wohnen in Gemeinschaft NRW zeichnet ehemalige Pflegeministerin für besondere Verdienste um selbstbestimmtes Wohnen im Alter aus – Preisverleihung am 15. November in Gelsenkirchen

Gelsenkirchen, im November 2017. Der Ehrenpreis des Fachverbandes wig Wohnen in Gemeinschaft NRW geht an die ehemalige Pflegeministerin des Landes Barbara Steffens (BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN). Mit der Auszeichnung, die in diesem Jahr erstmals vergeben wird, würdigt der Fachverband für Wohngemeinschaften die Verdienste der Politikerin um selbstbestimmtes Wohnen im Alter. „Barbara Steffens hat während ihrer Amtszeit die Rahmenbedingungen zur Entwicklung ambulanter und quartiersnaher Betreuungs- und Wohnangebote geschaffen“, so der wig Vorsitzende Claudius Hasenau in der Preisbegründung. Verliehen wird der Ehrenpreis am Mittwoch, 15. November, in Gelsenkirchen, wo sich der Fachverband anlässlich seines zehnjährigen Bestehens zu einer Fachtagung versammelt.

Die 1962 in Mülheim geborene Politikerin habe in NRW mit einer neuen Pflegepolitik den Aufbau von Alternativen zur stationären Heimunterbringung klar strukturiert und deutlich erleichtert, ohne dabei den Schutzbedarf der pflegebedürftigen Menschen zu opfern, urteilte die Jury des Fachverbandes. Auf diese Weise sei es gelungen, Menschen auch im Alter weitgehend ein Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu ermöglichen. Barbara Steffens habe parteiübergreifend einen Konsens herbeigeführt, alle relevanten Gruppen eingebunden und ihnen Gehör eingeräumt. Die dabei entstandenen Gesetze seien keine abstrakten Regelwerke, sondern praxisnahe Anleitungen, die die konkreten und individuellen Strukturen von pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen berücksichtigten. Der wig Vorsitzende: „Der Name Barbara Steffen steht für Kontinuität und Verlässlichkeit in der Pflegepolitik. Diese Werte sehen wir momentan gefährdet. Die neue Landesregierung hat im Entfesselungsgesetz angekündigt, den Grundsatz ,ambulant vor stationär‘ aufgeben zu wollen. Außerdem soll das 2014 von allen Parteien einstimmig verabschiedete Wohn-Teilhabegesetz bereits im ersten Halbjahr 2018 reformiert werden.“

Barbara Steffens war von 2010 bis Mai 2017 im Kabinett von Hannelore Kraft Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW. Seit 1989 ist die biologisch-technische Assistentin und zweifache Mutter Mitglied bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, wo sie sich u.a. als politische Geschäftsführerin und Vorsitzende der Grünen Landespartei einen Namen machte. Zehn Jahre saß die Sozial-und Gesundheitsexpertin im Vorstand der Grünen Landtagsfraktion. Seit der Landtagswahl im Mai 2017 gehört die Mülheimerin dem NRW-Landtag weiterhin als Mitglied an, wo sie die Positionen ihrer Partei als Sprecherin für Umwelt- und Verbraucherschutz vertritt.

 

Tanja Ehret
Tanja Ehret, CareTRIALOG Redaktion
tanja.ehret@caretrialog.de
Monday, 13.11.17 10:42 Uhr

Claudius Hasenau übernimmt alleinige Geschäftsführung
Nach dem Tod von Mitgründerin Petra Hasenau-Rössing strukturiert die APD zum Jahresende ihre Führungsspitze um - Hans-Werner Rössing legt Geschäfts-leitung nieder und widmet sich neuen beruflichen Herausforderungen

Gelsenkirchen, im November 2017. Aus drei wird eins: Zum 1. November 2017 hat der Diplom-Verwaltungswirt Claudius Hasenau (51, Bild links) die alleinige Geschäftsführung der APD Ambu-lante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH übernommen. Damit sind die Umstrukturierungen an der Spitze des Familienunternehmens, das mit mehr als 400 Mitarbeitenden und über 800 Klienten zu den größten privaten ambulanten Pflegediensten in Deutschland gehört, abgeschlossen.

Der Anlass für die Veränderungen war ein trauriger: Anfang diesen Jahres musste sich die APD von ihrer Mit-Geschäftsführerin Petra Hasenau-Rössing (Bild Mitte) verabschieden. Die examinierte Krankenschwester, die die APD gemeinsam mit ihrem Bruder Claudius im Jahr 1993 gegründet hatte, verstarb im Januar 2017 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von nur 60 Jahren. In der Folge legte nun zum 1. November 2017 ihr Ehemann Hans-Werner Rössing (54, Bild rechts) seine Tätigkeit als Geschäftsführer nieder. Der examinierte Krankenpfleger wird sich fortan neuen beruflichen Herausforderungen widmen.

Der Weggang Rössings markiert einen Generationenwechsel bei der APD, bei dem das Unternehmen auf hochqualifizierte Nachwuchsführungskräfte aus dem eigenen Hause zurückgreifen kann. Rössings Aufgaben übernimmt der bisherige stellvertretende Pflegedienstleiter und Ausbildungsverantwortliche des Hauses, Björn Schulte (33). Stellvertreterin wurde Mareike Finger (31). Claudius Hasenau: „Ich möchte mich bei allen Mitarbeitenden, aber auch bei allen Patienten und Wegbegleitern herzlich dafür bedanken, dass sie in dieser schwierigen Zeit an unserer Seite waren. Den neuen Führungskräften wünsche ich eine glückliche Hand für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit.“

 
 

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