20.02.2019
Kategorie: FT Hygiene, PG Risikomanagement
Kerstin Lötzerich-Bernhard

„Ein funktionierendes Hygienemanagement im Healthcare-Bereich ist das wesentliche Merkmal, um die Gesundheit und die Lebensqualität der Bewohner, Patienten und Mitarbeiter zu erhalten.“

Aufgrund ihrer großen Tragweite stehen seit Jahren die hygienischen Aspekte und Standards in Pflegeheimen und Krankenhäusern im Zentrum des Interesses. „Vor allen Dingen die antibiotikaresistenten Keime wie MRSA, VRE, 3MRGN und 4MRGN bedürfen hier einer besonderen Aufmerksamkeit“, so Dipl.-Ing. Jörg Brandes von der Gesellschaft für Innenraumhygiene mbH. Denn immer wieder kommt es zu Fehlern beim Thema „Hygiene“ im Pflege- und Krankenhausumfeld. „Obwohl wir sehr gut ausgebildetes und motiviertes Fachpersonal haben, lassen sich in der täglichen Routine doch manchmal Nachlässigkeiten bei der korrekten und erforderlichen Händehygiene beobachten“, führt Jörg Brandes weiter aus.  


Rücken wir die Küche ins Blickfeld, denn auch hier lauert ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotenzial durch unzureichende Hygiene in den Arbeitsbereichen „Kochen“, „Reinigen“ und „Spülen“. „In letzter Zeit beobachten wir beispielsweise eine Zunahme positiv untersuchter Rückstellproben bei Gemüse und Obst! Diese mikrobiologischen Auffälligkeiten sollten und dürfen nicht verharmlost werden. Es muss sich hinsichtlich dieser Gefährdungsmöglichkeit ein noch verstärkteres Bewusstsein ausbilden. Generell sollte beim Umgang, der Zubereitung und der Entsorgung von Lebensmitteln eine mögliche mikrobiologische Belastung immer mitberücksichtigt werden“, erläutert Jörg Brandes.

 

Neben einer einwandfrei funktionierenden Spültechnik selbst, sind daher vor allem auch sichere Fördersysteme für Schmutzgeschirr, Reingeschirr, Behälter, Körbe, Kasten, Trolleys, Transportwagen und Abfälle von Belang. Beispielsweise die MEIKO Maschinenbau GmbH & Co. KG bietet Konzepte und angepasste Lösungen in Funktion und Technik. Durch logistisch perfektionierte und automatisierte Systemführungen werden so zum einen Kosten minimiert. Zum anderen können Spülprozesse durch Fördertechnik optimal – auch bei schwierigen räumlichen Verhältnissen – in bestehende Produktionsabläufe integriert werden. Das führt zu ergonomisch effizienten Arbeitsbedingungen und verbesserter Hygiene. Des Weiteren sorgen Wagen- und Trolleywaschanlagen dafür, dass unterschiedlichste Transportwagen für Speisen, Geschirr, Wäsche, Abfall usw. regelmäßig dekontaminiert und für den schnellen Wiedergebrauch hygienisch aufbereitet werden. Konkret auf den Küchenbereich bezogen: Bei der Zubereitung bzw. im Umgang mit Lebensmitteln lassen sich Speisereste und Küchenabfälle nicht vermeiden. Hier kommen Speiseresteanlagen zur Speiseresteentsorgung und zur Entsorgung organischer Küchenabfälle zum Einsatz, die durch ihre in sich geschlossenen Systeme Geruchsneutralität und Hygiene gewährleisten.

 

Zu den besonders sensiblen Abteilungen zählt auch der Sanitärbereich. „Die Übertragung gesundheitlich relevanter Keime auf andere Bewohner, Patienten oder auf Mitarbeiter gehören hier zu den gravierendsten Folgen mangelnder Hygiene. Es ist daher eminent wichtig nachzuvollziehen, wer, wann, welche Oberfläche mit möglicherweise kontaminierten Händen berührt hat. Auf diese Weise lassen sich gezielt Maßnahmen zur Minimierung des Kontaminationsrisikos erarbeiten“, legt Jörg Brandes dar. „Gerade im Arbeitsumfeld beim Reinigen und Desinfizieren von Steckbecken und weiterem Pflegegeschirr sollte eine regelmäßige Überprüfung der ordnungsgemäß durchgeführten Reinigung und Desinfektion aller Gerätschaften und Hilfsmittel periodisch erfolgen. Dazu gehört auch die hygienische, mikrobiologische Überprüfung der ordnungsgemäßen Funktionsweise.“

 

Ganz besonders menschliche Exkremente, Sputa oder Erbrochenes sind im höchsten Maße mit infektiösem Material belastet. Umso wichtiger ist auch höchste Aufmerksamkeit bei ihrer Entfernung und Entsorgung. Auch hier bietet zum Beispiel MEIKO entsprechend ausgefeilte und hygienisch zuverlässige Lösungen im Bereich der Reinigungs- und Desinfektionsgeräte. Dabei wird den Empfehlungen vom Robert-Koch-Institut, KRINKO (Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention) oder DGKH (Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene) sowie vielen internationalen Richtlinien Folge geleistet. So werden Steckbecken, weiteres Pflegegeschirr usw. hygienisch sicher aufbereitet. „Bei allen angesprochenen Bereichen ‚Kochen/Reinigen/Spülen‘ und ‚Sanitär/Reinigen/Desinfizieren‘ ist es daher zu empfehlen, möglichst gut zu reinigende und desinfizierbare Oberflächen wie zum Beispiel Keramik, Granit, Edelstahl aber auch Glas und ausgewählte Kunststoffe einzusetzen“, ergänzt Jörg Brandes. „Aus den beschriebenen Umständen ist abzuleiten, dass ein funktionierendes Hygienemanagement im Healthcare-Bereich das wesentliche Merkmal ist, um die Gesundheit und die Lebensqualität der Bewohner, Patienten und Mitarbeiter zu erhalten.“

 

Dipl.-Ing Jörg Brandes, GFI Gesellschaft für Innenraumhygiene mbH in Geldern-Walbeck, ist von der Handwerkskammer Düsseldorf als Sachverständiger für Innenraumhygiene im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk öffentlich bestellt und vereidigt; www.gfi-brandes.de, info(at)gfi-brandes.de, Tel.: 02831-9169852.

 

 

MEIKO bietet rundum saubere Lösungen

Spülen, Reinigen und Desinfizieren – das ist das Element von MEIKO. Vom Gläserspüler bis zu komplexen Spülanlagen mit Förder- und Automatisierungstechnik. Von Reinigungs- und Desinfektionstechnik für Krankenhäuser oder Atemschutztechnik, bis zum Sammeln und Verwerten von Speiseresten: MEIKO hat das volle Programm an sauberen Lösungen. Fest im Blick: Mensch und Natur. Marktprägende Innovationen überzeugen durch Qualität, Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung auf höchstem Niveau; www.meiko.de 


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