08.06.2012
Kategorie: PA Blickpunkt, PG Gesellschaft, WP Demenz
Carolina Heske

Anpfiff! So trainieren Sie und Ihre Bewohner ab heute bei der Fußball-EURO das Gedächtnis

Wie hieß noch gleich der Nationaltorhüter von Deutschland? Manuel Neuner? Und war der nicht schon im Winter Biathlet? Oder war das jemand anderes... Wie hieß sie noch... Magdalena... Und hat Manuel nicht einen verdammt ähnlichen Nachnamen wie sie... ohne „n“ in der Mitte... ? Wenn ältere Sportfans die Namen ihrer Stars durcheinander werfen, muss das nicht gleich ein Alarmsignal sein. Eine leichte Vergesslichkeit ist ganz normal und muss nichts mit der Alzheimer-Krankheit zu tun haben. Dennoch schadet es nicht, seinem Gehirn eine Extra-Trainings-Einheit zu gönnen. Machen Sie mit!


Bei der Fußball-Europameisterschaft 2012 ab heute in Polen und der Ukraine mitfiebern und gleichzeitig der Alzheimer-Krankheit vorbeugen: Wie das geht, zeigt die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI), der größte private Förderer der Alzheimer-Forschung in Deutschland.

Anpfiff. Der Ball rollt. Im Handbuch für Fußball-Kommentatoren steht, dass jetzt noch einmal die beiden Teams, die Spielführer, das Schiedsrichtergespann und der Name des Stadions genannt werden müssen. Da es bei der EM um viel geht und sich die Teams erst einmal abtasten, haben Sie und Ihre Bewohner genug Zeit, alle Fakten zu wiederholen.

Die ersten Torchancen. Die Partie nimmt Fahrt auf. Jetzt sind Sie gefragt: Zählen Sie Torschüsse, Ballkontakte, Freistöße und Eckbälle beider Teams.

Halbzeit. Der Experte hat das Wort. „Sie müssen sich das Gehirn wie einen Muskel vorstellen, den man trainieren kann.“ erklärt Prof. Dr. Walter Müller aus dem wissenschaftlichen Beirat der AFI. „Forschungsergebnisse zeigen: Geistige Aktivität geht mit einem reduzierten Alzheimer-Risiko einher.“ Sein Forscherkollege PD Dr. Gunter Eckert ergänzt: „Und Sie dürfen sich ab und zu ein Gläschen Wein genehmigen, denn die Farbstoffe im Wein tragen zum Zellschutz bei.“

Tor! Sehen Sie sich die Zeitlupen genau an. Achten Sie auf die Positionen der Spieler. Der Kommentator wird jetzt sicherlich so tun, als hätte er den Fußballlehrer-Lehrgang gerade hinter sich und genau erklären, wer den entscheidenden Fehler gemacht hat. Zeichnen Sie auf einem Blatt Papier die Positionen der Spieler auf und markieren Sie mit Pfeilen den Weg des Balls ins Tor.

Die letzten Minuten. Der Ausgleich liegt in der Luft. Während Sie angespannt die Nachspielzeit verfolgen, gehen Sie noch einmal die wichtigsten Informationen zum Spiel durch: Wer hat getroffen? Wer wurde verwarnt? Wie hieß der Schiedsrichter, wie das Stadion? Können Sie und Ihre Bewohner sich noch an alles erinnern?

Nein? Macht nichts: Nach dem Spiel ist immer vor dem Spiel, und allein heute laufen gleich zwei, ab 18 Uhr Polen - Griechenland, ab 20.45 Uhr Russland – Tschechien (Live-Übertragungen in der ARD). Und morgen ist dann erstmals Manuel Neuner – oder hieß er doch Neuer? – dran, ab 20.45 Uhr bei Deutschland – Portugal (ARD). Weitere Deutschland-Vorrunden-Spiele in der Gruppe B: am 13. Juni um 20.45 Uhr gegen die Niederlande (ZDF), am 17. Juni zur selben Zeit gegen Dänemark (ARD). Insgesamt ist bis zum Finale am 1. Juli fast täglich ab 18 Uhr gaaaaaanz viel Zeit fürs Gehirntraining vor dem Bildschirm...

Abpfiff. Werbung...

 

Falls Sie noch einen EM-Spielplan brauchen, ob zum Ausdrucken und Aufhängen oder für die TV-Live-Übertragungen im Gemeinschaftsraum, empfehlen wir Ihnen das Infoportal www.fussball-em-info.de/. Die offizielle EURO 2012-Site steht auf dem Server der UEFA und verkündet minütlich neueste Nachrichten.

Weitere Tipps zum Senken des Alzheimer-Risikos gibt es in der kostenlosen Broschüre der Alzheimer Forschung Initiative e.V. mit dem Titel „Alzheimer vorbeugen – Was ist möglich?“, zu bestellen unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 / 200 400 1 oder unter www.alzheimer-forschung.de, Rubrik Aufklärung.


Keine Kommentare

Keine Kommentare gefunden.
Falls Sie einen Kommentar abgeben wollen, müssen Sie sich vorher einmalig registrieren.
 
IM INTERVIEW
26.08.2016
Sandra Bijelic, Austrian Airlines

Prinzipiell haben in einem Notfall haben alle Passagiere dieselbe Priorität. Jede Notsituation an Bord verläuft anders. Natürlich wird in den Trainings auch darauf geachtet, ...


IM BLICKPUNKT
26.08.2016
Pflegenotstand: SWR bringt zwei Schwerpunkt-Dokus "betrifft: Gute Pflege - eine Frage der Haltung?", 21. September "betrifft: Daheim oder ins Heim? Wenn die Eltern Pflege brauchen"

Qualitätsvolle und menschenwürdige Pflege auf der einen Seite Was macht gute Pflege im Heim aus und warum gibt es so wenige Heime mit wirklich guter Pflege? In dem Film ...


NEUESTE BEITRÄGE
25.08.2016
Mit den Augen einen Computer steuern

„Das System ist sehr komplex“, sagt Maxine Saborowski, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projektes Eyetrack4all. „Das zeigten uns die Interviews mit den Expertinnen und ...


16.08.2016
nora nTX: Bodensanierung im laufenden Betrieb ohne Störung der Bewohner

Heimleitung, Träger und Heimaufsicht überzeugt Das Pflege- und Betreuungszentrum „Glück Auf“ im Landkreis Mansfeld-Südharz ist eine kleine Einrichtung mit familiärem ...


09.08.2016
Kathrin Skorpil (Condor): „Den größten Teil der Ausbildung zum Flugbegleiter macht das sogenannte Emergency Training aus, in dem alle Kollegen unter anderem das Verhalten bei Evakuierungen und medizinischen Notfällen trainieren.“

Erst kürzlich kam es zu folgender Situationen im ausgebuchten Flugzeug: Eine Person, die auf den Rollstuhl angewiesen ist, wurde als letzter Passagier mithilfe des ...


02.08.2016
Der Boden als sichere Basis

Welche Eigenschaften sollten Böden in Alten- und Pflegeheimen haben?   Distler: Ein zentraler Aspekt ist die Sicherheit – die Böden sollten rutschfest sein, im Fall ...


14.07.2016
Ein Modell macht Schule

Ein Ort des Lernens wurde zum Ort des Lebens: Mit einer ökumenischen Andacht öffnete am Donnerstag, 30. Juni, das vierte Demenz-Wohnprojekt der APD unter dem Titel „Leben in ...


Xing
LinkedIn Logo