Über 1.000 Ausstellende und Partner, mehr als 800 Speaker*innen und rund 70.000 Besuchende aus über 40 Ländern: Das OMR Festival hat erneut gezeigt, warum es Europas führende Plattform für Business und Innovation ist. Mit einem Anteil von mehr als 20% Gästen außerhalb des DACH-Raums war das ausverkaufte Event auch das internationalste in seinem 15-Jährigen Bestehen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe standen vor allem die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit – von europäischer Souveränität über geopolitische Spannungen bis hin zu den Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz. Der Pre-Sale für das OMR Festival 2027 vom 3.-5. Mai ist gestartet, Tickets sind derzeit für 479 € statt 649 € erhältlich. OMR erweitert sein Event damit auf drei Tage.

Auf sechs Bühnen, in 300+ Masterclasses, 200+ Guided Tours und 125+ Side Events diskutierten führende Köpfe aus dem Inland und Ausland aus Wirtschaft, Politik, Marketing, Technologie und Kultur darüber, wie sich Europa im globalen Wettbewerb positionieren kann – und welche Rolle Technologie dabei spielt. Rund 70.000 Menschen besuchten das Messegelände, 85.000 Menschen kamen im Rahmen des OMR Festivals nach Hamburg.

OMR-Gründer Philipp Westermeyer: „Die aktuellen Herausforderungen sind groß, die Fragen komplex – aber genau dafür bauen wir OMR. Unser Anspruch ist, nicht nur Trends zu zeigen, sondern sie mitzugestalten. An zwei Tagen bringen wir die richtigen Leute bei uns in Hamburg zusammen. Hier entstehen nicht nur Gespräche, sondern neue Verbindungen und konkrete Lösungen für das, was vor uns liegt.”

Zwischen Aufbruch und Verantwortung: Europas Rolle in einer neuen Weltordnung

Die Frage nach Europas strategischer Unabhängigkeit zog sich wie ein roter Faden durch das Programm. Für Lars Klingbeil, Finanzminister und Vizekanzler, gehe es darum, „dass wir uns unserer Stellung in Europa bewusst werden und wir uns richtig anstrengen. Und wenn alle Europäer in eine Richtung laufen würden, dann kommt keiner auf dieser Welt an unsvorbei.“ Er habe keine Lust, dass die Zukunft Deutschlands „in der großen Halle des Volkes in China oder im Kreml bestimmt wird”. „Und ich sage in Zeiten von Donald Trump auch sehr klar: Ich habe keine Lust, dass im Weißen Haus gesagt wird, wo es für uns lang geht”, sagte Klingbeil. Er ergänzte: „Ich habe den Anspruch, dass die Zukunft der künstlichen Intelligenz nicht von Leuten wie Peter Thiel und Elon Musk bestimmt wird.“

Klingbeil äußerte sich in Hamburg auch zu einer Vielzahl weiterer Themen und machte unter  anderem der Digitalszene Hoffnung auf Investitionen: „Wir haben ein Problem in der Wachstumsphase und wir werden uns bemühen, die Finanzierung von Scale-ups zu stärken.“ Angesprochen auf eine mögliche Bewerbung Deutschlands um die Olympischen Spiele, sagte Klingbeil: „Ich habe als Finanzminister eine Garantie für die Olympischen Spiele gegeben, das heißt: Egal, wie knapp die Kassen sind, können wir das auch mitfinanzieren. Wir wollen die Olympischen Spiele hier haben.

Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits, hielt beim OMR Festival ein flammendes Plädoyer für mehr Mut zur digitalen Souveränität. „Unser Problem ist, dass wir abhängig von Technologien außerhalb Deutschlands sind. Die Lösung heißt: digitale Souveränität – und das ist weder nationalistisch noch eine Autarkie oder Isolation„, sagt er. Denn digitale Souveränität ermögliche „Unabhängigkeit und in vielen Bereichen Wahlfreiheit“. Künstliche Intelligenz sei dabei laut Schumann das „Betriebssystem der Zukunft“, und die wichtigste Frage, wer die Kontrolle über sie hat. „In China gehören Daten dem Staat. In Amerika gehören Daten den Unternehmen. In Europa gehören die Daten immer noch uns selbst. Ich möchte eine KI nutzen, die unserem Wertesystem entspricht und die unsere Realität als Treibstoff benutzt“, sagte er. Beim Thema KI gehe es folglich aus Schumanns Sicht „gar nicht nur um die verschiedenen Modelle und Technologien“, das seien nur die „Drogen, um uns abhängig zu machen“. Er sagt: „Am Ende des Tages geht es einzig um die Daten, mit denen sie trainiert werden. Daten sind der neue Code. Und ganz offen: Das sind fantastische Nachrichten.“ Denn:

„Daten sind das Einzige, was wir haben.

Künstliche Intelligenz: Zwischen Disruption und Gestaltung

Das Thema Künstliche Intelligenz dominierte viele Diskussionen – allerdings mit einem deutlich differenzierteren Blick als beim OMR Festival im Vorjahr. Neben den enormen Potenzialen standen vor allem ethische Fragen, Regulierung und gesellschaftliche Auswirkungen im Fokus, aber auch konkrete Fragen nach der operativen Umsetzung.

In ihrer jährlichen Keynote „OMR‘s State of the Internet” griffen Roland Eisenbrand, Head of Content, und Philipp Westermeyer, Gründer von OMR, genau diese Fragen auf, die sich Unternehmen aktuell stellen: Wie werden sie in KI-Ergebnissen sichtbar? Wo lassen sich tatsächlich Kosten sparen? Und was kann die Technologie wirklich – und wo liegen ihre Grenzen? Die Opening-Keynote lieferte dazu praxisnahe Einordnungen sowie konkrete Tipps und Maßnahmen für den direkten Einsatz im Unternehmensalltag.

Nach einem Jahr im Amt zog Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, auf dem OMR Festival Bilanz über den Status Quo der Digitalisierung in Deutschland und die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für die Wirtschaft: „KI ist unsere Chance für ein Comeback in der Industrie”, sagte Wildberger. Dabei sei digitale Souveränität entscheidend: „Wir müssen Abhängigkeiten reduzieren, damit wir die Wahlmöglichkeiten haben, damit wir frei bleiben.” Um am Wachstum zu partizipieren, brauche es sowohl sorgfältig ausgewählte Partnerschaften als auch die Entwicklung eigener Modelle. „Deutschland kann Künstliche Intelligenz. Wir haben die Talente, wir haben die Fähigkeiten. Es geht jetzt darum, Deutschland zu skalieren.” 

Nick Turley, Head of ChatGPT bei OpenAI, war zum zweiten Mal beim OMR Festival zu Gast und gab einen Ausblick darauf, wie agentische KI seinen Arbeitgeber, aber auch KI im Allgemeinen verändern wird:

Wir werden bald den Wandel von reaktiver zu proaktiver KI erleben. Schon in naher Zukunft wird die KI unser persönlicher Assistent sein, der uns ‘promptet’ statt umgekehrt.

Die Präsidentin der Signal Foundation, Meredith Whittaker, gab Einblicke in die Arbeit der Telekommunikations-App und die Gründe für die wachsende Nachfrage nach Datenschutz, insbesondere in Europa. Die Menschen seien zunehmend besorgt über die Kollateralschäden von  KI und würden versuchen, Wege zu finden, mit den „einerseits hilfreichen und andererseits problematischen” neuen Technologien umzugehen, sagte sie. Explizit warnte Whittaker vor den Risiken eines sorglosen Umgangs mit persönlichen Daten, beispielsweise bei der Nutzung von KI-Agenten. 

Josephine Ballon, CEO von Hateaid, warf Licht auf das „Täterparadies Internet” und auf die vielen verschiedenen Gesichter digitaler Gewalt an Frauen, die durch den technischen Fortschritt immer vielfältiger würden. In Hinblick auf das geplante Gesetz zum Verbot von sexualisierten Deepfakes sagte Ballon: „Das Allerwichtigste ist, dass die Erstellung unter Strafe gestellt wird.” Sie kritisierte auch den Umgang großer Plattformen mit sexualisierten Inhalten scharf: „Sie bieten Menschen, die Deepfakes erstellen und teilen, einen Raum, weil es eben immer noch ein lukratives Geschäftsmodell ist.”  Das müsse sich dringend ändern, so Ballon.

Plattform für Perspektiven: Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft im Dialog

Neben den großen technologischen Fragen bot das Festival auch Raum für persönliche Perspektiven und inspirierende Erfolgsgeschichten aus Marketing-, Medien- und Digitalszene. Die Mischung aus internationalen Stars, Branchenexpert*innen und neuen Stimmen machte einmal mehr den besonderen Charakter des Events aus.

Supermodel und Unternehmerin Heidi Klum gab exklusive Einblicke hinter die Kulissen ihrer Weltkarriere. Die Deutsche zeigte sich dabei pragmatisch und nahbar: „Ich hatte nie einen Masterplan und mache immer eher learning by doing”, sagte Klum. Ihre Stärke: „Mir wird super schnell langweilig. Ich könnte auch zehn Sachen auf einmal machen und liebe einfach meinen Job.” Das Wichtigste sei, interessiert und involviert zu sein und für seine Wünsche einzustehen. „Und meinen Hunger von damals, den habe ich auch heute noch”, sagt die 53-Jährige voller Überzeugung. In herausfordernden Zeiten auf der Welt beschreibt Klum ihre eigene  Rolle dabei wie folgt: „Ich bin fürs Entertainment zuständig. Die Leute gucken zu mir, um Spaß und eine gute Zeit zu haben.“

Tom Brady siebenfacher Super-Bowl-Gewinner und ehemaliger NFL-Quarterback, sprach mit Coach Patrick Esume und OMR-Gründer Philipp Westermeyer über Motivation, Leadership, das Wachstum der NFL in Europa und seine zweite Karriere als TV-Experte. Schon bei der Wahl seines Colleges suchte Brady bewusst die Herausforderung: Er entschied sich für die University of Michigan, weil dort die Konkurrenz besonders groß war.

Ich wollte an einen Ort gehen, der mich herausforderte, mich weiterzuentwickeln.”

Der hohe Leistungsdruck habe ihn entscheidend geprägt. Diese kompromisslose Haltung setzte sich auch in seiner Karriere als Quarterback fort. Rückblickend beschreibt er sich selbst als „kind of an asshole“, extrem fokussiert und detailversessen: „Ich hatte null Toleranz dafür, wenn die Dinge nicht so liefen, wie ich es wollte.“ Eine zentrale Erkenntnis über Leadership teilte Brady mit dem Publikum: Wer möchte, dass andere einem folgen, müsse sich ehrlich für seine Mitmenschen interessieren. Dadurch ließen sich Beziehungen aufbauen, die auf Vertrauen basieren. „Und so entwickelt man echte Führungsstärke.” 

Mit dem OMR Festival 2026 unterstreicht OMR erneut seine Rolle als Plattform für die zentralen Fragen der Digitalwirtschaft und Marketingbranche. Ausgewählte Speaking Slots sind zeitnah  auf dem OMR-YouTube-Kanal abrufbar.

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister von Hamburg: „Hamburg ist ein guter Standort für Europas wichtigstes Branchentreffen der Digitalwirtschaft. Als größte europäische Digitalmesse macht das OMR Festival unsere Stadt zum Treffpunkt der internationalen Digitalszene. Die Messe thematisiert die globalen Trends, Innovationen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Sie initiiert Kooperationen, setzt Standards und gibt Impulse für zukunftsweisende Entwicklungen. Vielen Dank an Philipp Westermeyer und das OMR-Team für die Organisation dieses bedeutenden Formats.

Tickets für OMR27

Tickets für das nächste OMR Festival vom 3.-5. Mai 2027 sind ab sofort erhältlich. Der OMR27 Pre-Sale ist gestartet, Tickets zu folgenden Preisen sind für begrenzte Zeit verfügbar: 

Der OMR27 Black Pass ist im Pre-Sale für  1.699€ statt 1.999€ erhältlich. Interessierte können sich für einen Black Pass bewerben.

Der OMR27 Festival Pass ist für 479 € statt 649 € erhältlich. Ab 5 Tickets gibt’s zusätzlich einen Gruppenrabatt von 10%.

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