Seitdem 15. Juli können weitere Berufsgruppen im Gesundheitswesen die TI vollständig kartenlos nutzen und ihren TI-Zugang dadurch flexibler sowie mobiler gestalten. Rund 170.000 Leistungserbringer-Einrichtungen sind davon betroffen. Möglich macht den Meilenstein die HSM-B-Technologie, die ehex im TI- Gateway bereithält: Statt einer physischen Institutionskarte (SMC-B) genügt ein digitales Zertifikat im Rechenzentrum.
Mit der Vollzulassung der gematik für die HSM-B-Technologie im TI-Gateway und dem Rollout der neuen TI-Gateway-Version im Juni wurde die Grundlage bereits vor Wochen gelegt. Offen war nur noch, ab wann die einzelnen Berufsgruppen tatsächlich profitieren können. Genau das ist jetzt für rund 170.000 Leistungserbringer-Institutionen geschehen.
Es stehen die benötigten digitalen Institutionszertifikate über den Anbieter medisign bereit – für Physiotherapie, Zahnarztpraxen, Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Geburtshilfe, Ergotherapie, Logopädie, Ernährungstherapie, Podologie sowie Hilfsmittelerbringer.
Für die erstmalige Anbindung und die alltägliche Nutzung der TI bedeutet die Verfügbarkeit der digitalen Institutionszertifikate eine große Erleichterung. Ohne die bisher benötigte SMC-B-Karte entfallen der Versand, die Wartezeiten sowie die Kartenterminals – und mit ihnen häufige Fehlerquellen wie wiederholte PIN-Eingaben oder Verbindungsabbrüche. Der Zugang lässt sich stattdessen mobil per Laptop oder Tablet herstellen und auch die Verwaltung des TI-Zugangs wird einfacher. Anwendungen wie der Nachrichtendienst KIM oder die elektronische Patientenakte (ePA) werden so auch für Einrichtungen praktikabel, für die eine klassische Hardware-Anbindung bislang zu aufwändig war. Vor allem mobil arbeitende Leistungserbringergruppen profitieren davon.
Mit rund 51.000 Praxen ist die Physiotherapie die größte neu hinzukommende Gruppe. Hier bietet HSM-B die Chance auf einen unkomplizierten Einstieg ohne Kartenaufwand. Für die rund 15.000 ambulanten Pflegedienste und rund 19.000 freiberuflichen Hebammen zählt vor allem der mobile Zugriff. Der TI-Zugang funktioniert mit HSM-B vollkommen ortsunabhängig, auch bei Hausbesuchen.
„Auf uns muss niemand warten. Wir stehen dafür bereit, alle Leistungserbringer sofort anzubinden, sobald die digitalen Institutionszertifikate ausgestellt sind. Für alle betroffenen Leistungserbringer heißt das: Der TI-Zugang wird so flexibel und mobil wienoch nie – ohne SMC-B, ohne Kartenterminal und ohne ständige PIN-Eingabe.“
Jan Hesmert, Produktverantwortlicher für das Feature HSM-B im TI-Gateway bei ehex
Partner von ehex können die HSM-B-Technologie ihren angebundenen Leistungserbringern ab sofort anbieten. Die technische Umsetzung ist bereits vorbereitet. Für den zuverlässigen Betrieb des TI-Gateways sorgt dabei das ehex-Tochterunternehmen infinity managed services (ims).