Gemeinsam mit dem Streetartkünstler Thomas Baumgärtel setzen die Arbeitgeber der Ruhrgebietskonferenz-Pflege und andere Träger aus der Altenpflege ein Zeichen für die Rückkehr zur Normalität in der Corona-Krise. Dank der erfolgreich verlaufenden Impfkampagne in den stationären Einrichtungen sind immer mehr Menschen vor den schlimmsten Folgen der Covid-19 Pandemie geschützt.

„Über Monate haben die Bewohner*innen und Mitarbeitende in den Pflegeeinrichtungen mit Einschränkungen ihrer Bewegungs- und Kontaktfreiheit leben müssen. Jetzt machen die Impfungen Hoffnung, dass hier bald wieder ein Stück angstfreies Miteinander möglich wird.“

Roland Weigel, Koordinator der Ruhrgebietskonferenz-Pflege

Stationäre Einrichtungen, Tages- und Kurzzeitpflegen sowie betreute Wohnformen sind Orte des Zusammenlebens. Menschen, die hier wohnen, nehmen Anteil am sozialen und kulturellen Leben. Das war während der Pandemie lange Zeit nicht mehr möglich. Die Impfbanane soll ein Zeichen dafür sein, dass dieser kulturelle und soziale Austausch wieder in Gang kommt.  

In den stationären Einrichtungen haben sich über 80 % der Bewohner*innen und fast drei Viertel der Beschäftigten impfen lassen. Der damit verbundene Schutz lässt viele aufatmen und auf eine Rückkehr zum normalen Leben hoffen. 

Symbol der Hoffnung

Die Impfbanane des Streetartkünstlers Thomas Baumgärtel ist für die Träger der Altenhilfe ein Symbol der Hoffnung und des Aufbruchs aus der Corona-Krise.  Sie ist ein Zeichen der Wertschätzung für alle Institutionen, die sich für das Impfen einsetzen. Mit dieser Banane werden besondere Einrichtungen ausgezeichnet, die beispielsweise mit viel Engagement für eine möglichst hohe Impfquote sorgen oder auch mit kreativen Einfällen Vorreiter für das Impfen sind. „Es ist die KUNST zu impfen! Die größte Impfkampagne der europäischen Geschichte ist nur gemeinsam zu bewältigen. Je mehr mitmachen, desto eher schaffen wir es, aus der Pandemie heraus zu kommen!“ so Baumgärtel. 

In den kommenden Wochen werden Impfbananen an die Fassaden von Pflege- und Wohneinrichtungen gesprayt. Roland Weigel sieht aber noch mehr Einsatzmöglichkeiten für die Kreation von Thomas Baumgärtel: „Auch die Menschen in Impfzentren, Krankenhäuser und andere öffentliche Gesundheitseinrichtungen haben dazu beigetragen, dass wir wieder auf die Rückkehr zur Normalität hoffen dürfen. Ihnen gehört genauso die Anerkennung, die wir mit der Impfbanane zum Ausdruck bringen wollen.“ Die Aktion läuft gerade an und ist nicht auf das Ruhrgebiet begrenzt. Weitere Interessenten sind willkommen. 

Bereits 4.000 Orte der Kultur mit Spraybananen gekennzeichnet

Der international bekannte Künstler Thomas Baumgärtel hat seit 1986 mehr als 4.000 Kunsteinrichtungen weltweit mit der Spraybanane als besondere Orte der Kultur ausgezeichnet und damit eine hohe mediale Präsenz erreicht. Die gelbe Banane wurde zum Markenzeichen des Künstlers, eine Frucht, die er konsequent als Bedeutungsträger einsetzt. Eigentlich sollte Baumgärtel Mediziner werden und absolvierte seinen Zivildienst in einem katholischen Krankenhaus. Dort arbeitete er in der chirurgischen Ambulanz auf der Intensivstation und im OP. Aktuell wird im Wilhelm-Fabry-Museum in Hilden die Ausstellung Kunst heilt von Thomas Baumgärtel gezeigt, diese war lange vor der Corona-Pandemie geplant und ist nun aktueller denn je. In dieser Ausstellung setzt sich der Künstler explizit auch mit dem Virus und seinen Folgen auseinander. Anfangs klebte Baumgärtel sogenannte ‚Paste Ups‘ der Impfbanane in Nacht- und Nebelaktionen an medizinische Einrichtungen. Jetzt knüpft der Streetartkünstler Netzwerke und Partnerschaften, um mit der Impfbanane ein Zeichen für Solidarität und Rückkehr zur Freiheit zu setzen. 

Die Sprayaktionen mit der Impfbanane beginnen in der kommenden Woche im Ruhrgebiet und anderen Regionen in NRW. Weitere Details zur Initiative und Hintergrundinformationen erhalten Sie über die Koordinierungs- und Kommunikationsstelle der Ruhrgebietskonferenz Pflege.

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