Die Digitalisierung hält in immer mehr Branchen Einzug – und auch in der Pflege kommen inzwischen digitale Techniken zum Einsatz. Statt mit Klemmbrett und Stift können Pflegekräfte so mithilfe der elektronischen Pflegedokumentation alle pflegerelevanten Daten digital mit mobilen Endgeräten erfassen, verwalten und steuern. Einer Studie der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zufolge, nutzen bereits 77 Prozent der ambulanten Pflegekräfte diese Möglichkeit, in Krankenhäusern sind es 69 Prozent und in der stationären Altenpflege 81 Prozent (Stand 2017). Auch die examinierten Pflegekräfte der TransCare Service GmbH setzen bei der Betreuung ihrer Patienten auf die Vorteile einer elektronischen Pflegedokumentation. 

Software-Tools erleichtern Pflegedokumentation 

Die lückenlose Pflegedokumentation ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben und damit integraler Bestandteil der Pflegearbeit. In der Regel besteht die Pflegedokumentation aus einer Vielzahl von wichtigen Angaben. Dazu gehören etwa die Stammdaten und biografischen Angaben des Patienten, die Pflegeanamnese, ärztliche Anordnungen und Therapiemaßnahmen einschließlich Medikamentenplan, Pflegeplanung und Pflegebericht sowie Durchführungsnachweise. Enthalten sind des Weiteren Wunddokumentation und Schmerzerfassung sowie Fieberkurve und Trinkprotokoll. Üblicherweise ist die Pflegedokumentation bislang handschriftlich festgehalten worden. Inzwischen erleichtern jedoch softwarebasierte Tools und Techniken die Pflegearbeit, entlasten Pflegekräfte, steigern die Versorgungsqualität der Patienten und beschleunigen den Informationsaustausch zwischen Pflegepersonal und Ärzten. 

Elektronische Pflegedokumentation entlastet Pflegekräfte

In der elektronischen Pflegedokumentation können alle pflegerelevanten Daten zu Diagnose, Therapie und Präventivmaßnahmen zentral erfasst werden. Damit haben Pflegekräfte und Ärzte jederzeit und von überall mit Laptop oder Tablet Zugriff auf denselben, aktuellen Datensatz der Patienten und können diesen abrufen, bearbeiten oder ergänzen. So hat jeder Beteiligte den Gesundheitszustand des Patienten und alle geplanten oder angeordneten Maßnahmen im Blick. Das bedeutet eine enorme Arbeitserleichterung für das Pflegepersonal bei allen Kontroll- und Routineaufgaben. Denn gerade durch den Schichtwechsel ist es unerlässlich, dass alle Mitarbeiter möglichst schnell auf die Bewohnerakte zugreifen können und Zugang zu den aktuellen Daten haben. Auf diese Weise ist ebenfalls eine umfassende Patientenbetreuung gewährleistet. Denn neben den Gesundheitswerten und wichtigen Zusatzinformationen zu Stürzen, Dekubitus oder Inkontinenz, kann das Pflegepersonal ebenfalls Wünsche der Patienten festhalten und berücksichtigen, wodurch sich diese stärker wertgeschätzt fühlen. 

Pflegesoftware gewährleistet optimale Versorgung der Patienten

Der schnelle und fehlerlose Austausch der Daten und Gesundheitswerte spielt eine zentrale Rolle bei der umfassenden Patientenbetreuung. Die elektronische Pflegedokumentation beschleunigt nicht nur den Informationsfluss zwischen allen Beteiligten, wie Pflegepersonal, Ärzte oder Krankenhaus, wodurch sich beispielsweise das Überleitungsmanagement transparenter und effektiver gestaltet. Menschliche Fehler, wie unleserliche Handschriften oder Formulierungsfehler, können durch die digitale Datenerfassung und die einheitliche Verwendung von Formulierungen vermieden werden. Nicht zuletzt erfolgt die Pflegedokumentation dadurch deutlich strukturierter, was zum Beispiel für das Pflegegutachten bei der Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen von Vorteil ist. 

Der Einsatz von Pflegesoftware und das automatische Generieren von Patientendaten erleichtern somit die Arbeit des Pflegepersonals. Das schnelle und sichere Erfassen von Gesundheitswerten schafft mehr Zeit und Raum für die Pflege, so dass zu jeder Zeit eine optimale Versorgung und hohe Lebensqualität der Patienten gewährleistet ist. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.