Ein breites Bündnis gesundheitspolitischer Akteure spricht sich für eine effektivere Gesundheitsvorsorge in Deutschland aus. In der „Berliner Erklärung“ fordern Ärzte, Patientenvertreter, Wissenschaftler, Journalisten, Vertreter von Krankenkassen und Unternehmen unter anderem eine konsequente Umsetzung des von der Weltgesundheitsorganisation propagierten Konzepts der „Health-in-All-Policies“. Grundprinzip ist dabei, dass die politischen Maßnahmen sämtlicher Fachressorts bezüglich ihrer Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung zu bewerten sind, bevor sie beschlossen werden können. Dies könnte analog der bereits existierenden Umweltverträglichkeitsprüfung implementiert werden.

Die prominent besetzte Initiative fordert insbesondere, „Health-in-All-Policies“ durch Einrichtung eines Gesundheitskabinetts zu unterstützen, das Gesundheitsvorsorge zum Thema aller Bundesministerien macht. Bisher führe „Silodenken“ innerhalb tradierter Strukturen beispielsweise dazu, dass derzeitige Präventionsprogramme nicht in der Lage seien, die kardiovaskuläre Mortalität insgesamt zu senken. 

Die „Berliner Erklärung“ regt darüber hinaus eine bessere Versorgung der Deutschen mit Impfungen, massive Anstrengungen zur Steigerung der Gesundheitskompetenz insbesondere bildungsferner Bevölkerungsschichten, einen Zuschnitt der Präventionspolitik auf vulnerable Gruppen sowie eine Vermeidung von Überversorgung in bestimmten Bereichen der medizinischen Versorgung an.

Schirmherr des Bündnisses „Gesundheitsvorsorge der Zukunft“, das von Springer Medizin und Pfizer initiiert wurde und für die „Berliner Erklärung“ verantwortlich zeichnet, ist Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen, TU Berlin. Er wird die „Berliner Erklärung“ am 24. September im Rahmen von Hauptstadtkongress Digital öffentlich vorstellen. Anschließend wird sie mit hochrangigen Gästen aus der Gesundheitspolitik diskutiert.

Die Live-Übertragung findet am 24. September 2020 von 16:00 bis 17:30 Uhr online statt. Für die  kostenlose Teilnahme ist eine vorab auf der Website des Hauptstadtkongresses vorzunehmende Registrierung erforderlich.

Registrierung zum Videostream und alle weiteren Infos unter:

https://www.hauptstadtkongress.de/hsk-digital

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