Auf der Jahrestagung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, die in diesem Jahr online stattfindet, wurde Asklepios heute mit dem 2. Platz des renommierten „Deutschen Preises für Patientensicherheit“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhielt Asklepios für die Umsetzung und Evaluation eines erfolgreichen Kooperationsprojekts mit InPASS (Institut für Patientensicherheit & Teamtraining GmbH). Gemeinsam mit dem Begründer Dr. Marcus Rall und der freien Mitarbeiterin Saskia Huckels-Baumgart wurde „Stop-Injekt Check“ unter dem Motto „2 Sekunden für mehr Medikationssicherheit“ zeitgleich in 63 Asklepios Kliniken ausgerollt. Die Wirksamkeit wurde anhand einer Online-Befragung zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten umfassend evaluiert und belegt. Das Gesamtpaket hat die Jury überzeugt.

Bei der Methode geht es darum, insbesondere eine intravenöse Medikamentengabe unmittelbar vor der Verabreichung noch ein weiteres, letztes Mal zu überprüfen. Dabei wird die übliche Reflexionsschleife mit der Frage „Bin ich mir wirklich sicher?“ im Grunde einfach nach vorne, vor die Maßnahme verlegt, erklärt Reiner Heuzeroth vom Konzernbereich Qualität, der bei den Asklepios Kliniken für das Gesamtprojekt verantwortlich ist. „Was zu tun ist, passiert tatsächlich wirklich nur im Kopf. Das macht die Methode ja auch so bestechend“, so Heuzeroth weiter.
„Wir sind sehr stolz auf diese besondere Wertschätzung durch diesen renommierten bundesweit einmaligen Preis“, sagt Prof. Dr. Christoph U. Herborn, CMO und Vorstand der Asklepios Kliniken. „Damit wird unser jahrelanges Engagement im Thema Patientensicherheit gewürdigt. Die Auszeichnung ist für uns ein Anreiz, uns in diesem Thema immer weiter zu verbessern“.
 
Reiner Heuzeroth hat gemeinsam mit Dr. Saskia Huckels-Baumgart und Dr. med. Marcus Rall nach der erfolgreichen Einführung die Evaluation der Präventionsmaßnahme durchgeführt. Dr. Rall beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Patientensicherheit und hat das Institut für Patientensicherheit InPASS gegründet. Auch das Konzept stammt von ihm. „Wir glauben, dass durch die konsequente Anwendung unseres „Stop-Injekt Check“-Konzeptes tausende von Medikationsfehlern pro Jahr, mit zum Teil schwerwiegenden Folgen für die Patienten, vermieden werden können“, sagt Dr. Rall. Die Fehlermeldesysteme sind nach seiner Erfahrung voll mit Meldungen zu Fehlern und Beinaheschäden bei der Medikamentenverabreichung. „Stop-Injekt Check“ benötigt nur wenige Sekunden, kann dabei aber die Fehlerrate dramatisch reduzieren.
 
Das Asklepios-weite CIRS-Netz, wofür der Konzern bereits 2015 schon einmal diesen Preis erhalten hat, bestätigt diese Annahme. Eine Vielzahl von Meldungen betreffen Fehler im Medikationsprozess, teilweise mit weitreichenden Folgen.
 
Die Mitarbeiter:innen in den Kliniken geben überwiegend positive Rückmeldungen zu der neuen Methode.
 
„Besonders in Stress-Situationen einfach mal innehalten, um sich zu vergewissern, dass Medikament und Patient zusammenpassen“, ist eine der vielen Freitext-Rückmeldungen. Die Expertin Huckels-Baumgart resümiert: „Die Evaluation zeigt, dass die neue Methode des SIC eine sehr hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitern hat, gut und breit umgesetzt wird, und ein enormes Potential hat, die vielen tragischen Medikationsfehler schlagartig zu reduzieren“.
 
Nach über 3 Jahren in Praxis kann man sagen, dass die Methode im Klinikalltag „angekommen“ ist. Bei Analysen von CIRS-Meldungen wird von den Teams mittlerweile als Maßnahme schon empfohlen: „Stop-Injekt Check anwenden!!“
 
Das Aktionsbündnis Patientensicherheit fördert und würdigt mit dem „Deutschen Preis für Patientensicherheit“ jedes Jahr Akteure im Gesundheitswesen, die sich mit besonderen Ideen und Projekten für die Verbesserung der Patientensicherheit einsetzen. Bewertet werden u. a. die Praxisrelevanz des Themas, der potentielle Einfluss auf die Patientensicherheit, der Grad der Implementierung sowie die nachhaltige Wirksamkeit.
 
Mit dem „Asklepios Programm Patientensicherheit“, zu dem u. a. sowohl das Asklepios CIRS-Netz als mittlerweile auch „Stop-Injekt Check“ gehören, ist Asklepios seit mehr als 10 Jahren führend, was die Etablierung des Themas Patientensicherheit im medizinischen Bereich angeht.

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