Drei betagte Ordensschwestern – Schwester Bernadette, Schwester Regina und Schwester Rita – haben nach Monaten im Caritas-Seniorenheim den Weg zurück in ihr früheres Kloster Goldenstein bei Salzburg gefunden. Ihre Rückkehr ist jedoch nicht nur eine persönliche Geschichte von Mut und Entschlossenheit, sondern auch ein Beispiel für Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung.

Vom Seniorenheim zurück ins vertraute Zuhause

Ende 2023 mussten die Schwestern auf Anordnung der kirchlichen Leitung ihr Kloster verlassen und in ein Seniorenheim übersiedeln – offiziell aus gesundheitlichen Gründen. Doch die drei Frauen fühlten sich dort entwurzelt. Das Kloster war ihr Zuhause, Ort des Glaubens und der Gemeinschaft. Anfang 2025 fassten sie den Entschluss, dorthin zurückzukehren – trotz aller Widerstände. Mit Unterstützung von Freunden und Helfern gelang ihnen im September die Rückkehr in die vertrauten Mauern.

Barrieren im eigenen Kloster

Die Freude über das Wiedersehen mit ihrem Zuhause währte jedoch nur kurz. Während ihrer Abwesenheit waren alle Treppenlifte entfernt worden – die oberen Stockwerke mit Kapelle, Wohn- und Gemeinschaftsräumen waren für die älteren Schwestern plötzlich unerreichbar. Das Kloster, einst ein Ort der Geborgenheit, war nun von physischen Barrieren geprägt, die ihre Selbstständigkeit bedrohten.

Solidarität, die bewegt – Pflanz Homelift spendet Mobilität

Die Geschichte erregte mediale Aufmerksamkeit und berührte viele Menschen – auch das Team von Pflanz Homelift, einem deutschen Unternehmen aus Hessen, das sich seit Jahrzehnten für barrierefreies Wohnen einsetzt. Spontan entschied sich das Unternehmen, zu helfen: Pflanz Homelift spendete vier Treppenlifte für das Kloster Goldenstein. Zwei Anlagen sind bereits installiert, die weiteren befinden sich in der Fertigung und werden in Kürze montiert. Damit erhalten die Nonnen ihre Bewegungsfreiheit und Unabhängigkeit zurück.

Ein Symbol für Menschlichkeit und InklusionDie Rückkehr der Schwestern und die schnelle Hilfe von Pflanz Homelift fanden internationale Beachtung. Medien in Österreich, Deutschland und darüber hinaus berichteten über das außergewöhnliche Engagement. Die Geschichte wurde zu einem Symbol für den ungebrochenen Lebenswillen älterer Menschen – und für die Bedeutung technischer Barrierefreiheit als Ausdruck von Würde und Teilhabe.

Ein starkes Zeichen für Solidarität

Heute leben die drei Schwestern wieder dort, wo sie sich wirklich zu Hause fühlen – im Kloster Goldenstein. Dank der neuen Lifte können sie sich wieder selbstbestimmt in ihrem Lebensumfeld bewegen. Ihr Beispiel zeigt, wie Menschlichkeit, Engagement und technische Innovation zusammenwirken können, um Barrieren zu überwinden – ganz im Sinne einer Gesellschaft, in der niemand ausgeschlossen wird.

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