Was sind institutionelle Anleger:innen?

Institutionelle Anleger:innen sind Kapitalanleger:innen, die im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit größere Geldbeträge an Finanzmärkten, insbesondere am Kapitalmarkt, investieren. Aufgrund der hohen eingesetzten Summen, wie bei Investmentfonds oder Versicherungsunternehmen, beeinflussen ihre Investitionsentscheidungen, Desinvestitionen oder ihr Verzicht auf Investitionen das Marktgeschehen erheblich.

(vgl. Bundeszentrale für politische Bildung, 2016)[CM1] 


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Was sind Privatanleger:innen?

Privatanleger:innen, auch als individuelle Anleger:innen oder Kleinanleger:innen bezeichnet, sind Einzelpersonen, die ihr eigenes Kapital in unterschiedliche Finanzinstrumente investieren, um Renditen zu erzielen. Anders als institutionelle Anleger:innen, die große Kapitalmengen im Auftrag von Organisationen oder Fonds verwalten, investieren Privatanleger:innen mit ihrem eigenen Geld und verfolgen individuelle Anlageziele und Strategien. Privatanleger:innen investieren in der Regel kleinere Beträge als institutionelle Anleger:innen. Ihre Anlageziele können Kapitalwachstum, die Erzielung von Einkommen, Altersvorsorge oder die Verfolgung spezifischer finanzieller Ziele umfassen. 

Der sogenannte Anlagehorizont variiert je nach individuellen Zielen und reicht von kurzfristigen bis hin zu langfristigen Investitionen. Auch die Risikobereitschaft ist unterschiedlich ausgeprägt, von sehr vorsichtig bis risikofreudig. Der Kenntnisstand der Privatanleger:innen reicht von Einsteiger:innen bis zu erfahrenen Investor:innen. 

(vgl. Markets Inside Media GmbH, 2026)[CM1] 


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Deutscher Healthcare-Investmentmarkt: Entwicklungen seit Q4/2025

Investor:innen zeigten 2025 besonders in der ersten Jahreshälfte starkes Interesse an Gesundheitsimmobilien. Das Jahresvolumen stieg auf 1,4 Milliarden Euro und verdoppelte sich damit fast gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden 50 Transaktionen abgeschlossen, nach 20 im Jahr 2024. Deutsche Käufer:innen dominierten mit 80 Prozent, während der internationale Anteil zurückging. Pflegeheime blieben mit 81 Prozent Haupttreiber, Kliniken erhöhten ihren Anteil auf 16 Prozent. Ärztehäuser machen drei Prozent aus, gelten aber zusammen mit betreutem Wohnen als gefragt. Aktuell steht ein Portfolio von 32 Ärztehäusern in Deutschland und den Niederlanden zum Verkauf, ein Klinikportfolio könnte ebenfalls noch veräußert werden.

Die Kaufzurückhaltung der Investor:innen lässt nach, internationale Käufer sind wieder aktiv. Deutsche Asset-Manager:innen mit Kapitalzusagen treiben ebenfalls den Markt. 2026 wird ein höheres Transaktionsvolumen erwartet, ein Überschreiten des langjährigen Durchschnitts von zwei Milliarden Euro bleibt allerdings unsicher.

(vgl. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft/ hcm-magazin.de, 2026)


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Der größte Deal 2025 war der Verkauf eines Pflegeheim-Portfolios der Deutsche Wohnen AG an die Stadt Hamburg. – Neubauprojekte sind aufgrund hoher Baukosten und Betreiberrisiken begrenzt, was das Angebot einschränkt. Gleichzeitig bleiben die Fundamentaldaten attraktiv: Die Nachfrage nach Pflegeeinrichtungen steigt durch die Überalterung der Gesellschaft, das Finanzierungsumfeld ist stabil. Eine leichte Renditekompression ist möglich, insbesondere bei höherwertigen Produkten. Insgesamt bleibt der Pflegemarkt durch institutionelle Anleger:innen geprägt, Einzeldeals dominieren, und die längerfristige Nachfrage scheint gesichert.

(vgl. BNP Paribas Real Estate Holding GmbH, 2025

Privatanleger:innen beteiligten sich 2025 ebenfalls, so z. B. über Pflegeimmobilienfonds, den Kauf einzelner Pflegeapartments oder über kleinere Anteile in AIF-Strukturen (AIF = Alternativen Investmentfonds). Diese Investments werden oft mit langfristigen Pachtverträgen und stabilen Einnahmen angeboten.

(vgl. CVM Versicherungsmakler GmbH/ Pflegeimmobilien.de 2026)

Wünschen Sie sich eine konkrete Liste der größten Player auf dem deutschen Healthcare-Investmentmarkt? Wir sind gespannt auf und offen für Ihre Kommentare und E-Mails an die Autorin des Artikels via info@carolinmakus.de sowie an die Redaktion von CareTRIALOG.de via: info@caretrialog.de.

Quellen


Headerfoto: 3D Animation Production Company auf Pixabay

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