Obwohl Jugendliche hierzulande die Zukunft Deutschlands und der Welt immer skeptischer betrachten, sieht die überwiegende Mehrheit ihren weiteren persönlichen Werdegang positiv. Das geht aus der repräsentativen Sinus-Jugendstudie 2025/2026 im Auftrag der BARMER hervor, für die im zurückliegenden Herbst bundesweit 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren befragt wurden. Demnach schauen nur noch 44 Prozent der Befragten optimistisch in die Zukunft Deutschlands. Das sind 18 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2021. Noch niedriger ist der Wert beim Blick auf die Welt. Nur noch 36 Prozent der Befragten sind hier optimistisch, nach 44 Prozent im Jahr 2021. Nichtsdestotrotz sehen 80 Prozent ihre persönliche Zukunft positiv. Dieser Wert ist seit dem Jahr 2021 mit 81 Prozent nahezu konstant geblieben.

„Jugendliche trennen offenbar zwischen einer unsicheren und schwer beeinflussbaren Welt und ihrer eigenen Zukunft. Diese können sie selbst in die Hand nehmen und gestalten. Es ist zu hoffen, dass dieser persönliche Zukunftsoptimismus trotz der bundesweiten und globalen Herausforderungen nicht abnimmt.“

Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER

So bereite die Arbeitsplatzsuche derzeit 23 Prozent der Befragten große Sorgen und 18 Prozent die Ausbildung. Diese Werte hätten sich im Vergleich zur erstmaligen Befragung im Herbst 2022 nur moderat verändert und spielten eine untergeordnete Rolle. Deutlich angestiegen seien dagegen Kriege als Haupt-Zukunftssorge. Diese bereiteten zuletzt 63 Prozent der Befragten große Bedenken und damit zehn Prozentpunkten mehr als noch im Jahr 2023.

Frage & Antwort

Was bereitet den Jugendlichen am meisten Sorgen?


Kriege bereiteten 63 Prozent der Jugendlichen im Jahr 2025 große Sorgen. 44 Prozent nannten den Klimawandel und jeweils 43 Prozent politischen Populismus und Extremismus sowie Umweltverschmutzung. Eine geringere Rolle spielten zum Beispiel Wirtschafts- (28 Prozent) und Energiekrisen (23 Prozent).

Wie zufrieden sind die Jugendlichen mit ihrem eigenen Leben?


82 Prozent der Befragten und damit mehr als in den Vorjahren waren eher oder sehr zufrieden, nur 15 Prozent eher oder sehr unzufrieden.

Was ist die Sinus-Jugendstudie?


Die Sinus-Jugendstudie ist eine Befragung, die das Sinus-Institut im Auftrag der BARMER seit dem Jahr 2021 jeden Herbst unter bundesweit über 2.000 Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren durchführt. Dabei werden dauerhafte sowie aktuelle Themenbereiche angesprochen, wie zum Beispiel Zukunftsoptimismus, Cyber-Mobbing, Klimawandel und KI. Die Sinus-Studie wird im Laufe des Jahres sukzessive veröffentlicht.

Mehr zur Sinus-Studie unter www.barmer.de/zuversicht-sinusstudie

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