Die APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH, Flagschiff der in der Emscherstadt ansässigen APD-Gruppe, streckt ihre Fühler nach Bottrop aus. Unter dem Namen „Leben im Stadtteil Lehmkuhle“ wird der private ambulante Pflegedienst dort ab Sommer 2022 ein modernes, integriertes Wohn- und Versorgungszentrum für Senioren betreiben. Jetzt gab die Stadt Bottrop grünes Licht für die Umsetzung, 2021 sollen die Bauarbeiten an der Lehmkuhler Straße 36-46 beginnen.

Bei dem Projekt „Leben im Stadtteil Lehmkuhle“ in Bottrop-Süd handelt es sich um eine sogenannte „hybride Wohnform“ mit starkem Quartiersbezug. Diese wird aus 20 barrierefreien Servicewohnungen, drei ambulant betreuten Wohngemeinschaften für insgesamt 24 Mieterinnen und Mieter mit Demenz und einer Kurzzeitpflege mit 20 Plätzen bestehen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 15 Millionen Euro.

Bei der Öffnung des Generationenquartiers “Leben auf Graf Bismarck” (2017) in Gelsenkirchen (von links): Claudius Hasenau, Anja Hasenau, Ursula Kirchner und Peter Kirchner. (Foto: Uwe Jesiorkowski)

Versorgungssicherheit verbessern
„Wir freuen uns sehr darauf, mit diesem für Bottrop bislang einzigartigen Wohnprojekt die soziale Infrastruktur der Stadt und die Versorgungssicherheit für ältere Menschen vor Ort weiter zu verbessern“, sagte der APD-Gründer und Diplom-Verwaltungswirt Claudius Hasenau nach Erhalt der Bedarfsbestätigung durch die Stadt Bottrop. Bauherr der Immobilie ist die Kirchner Liegenschaften GmbH, ein Unternehmen der Investorenfamilie Helga und Peter Kirchner aus Mülheim, ein langjähriger Partner des Pflegedienstes. Architekt ist der Gelsenkirchener WG-Experte Ulrich Domnik (Büro P70). Begleitet wurde die APD bei der Antragstellung durch Prof. Dr. Torsten Bölting, InWIS – Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung an der EBZ Business School und der Ruhr-Universität Bochum. 

Seniorengerecht, bezahlbar, gemeinschaftlich
Das Konzept „Leben in Lehmkuhle“ verfolge vier wichtige Ziele, die mit den Schlagworten „seniorengerecht, bezahlbar, gemeinschaftlich“ gekennzeichnet seien, so die APD-Geschäftsführer Claudius und Anja Hasenau: „Durch ein differenziertes Angebot an Wohnraum erfüllen wir die unterschiedlichen Anforderungen und Wünsche entsprechend den Bedürfnissen älterer Menschen und ermöglichen den Senioren ein bedarfsgerechtes Wohnen. Der Wohnraum wird zu fairen Konditionen angeboten. Außerdem stärken die gemeinschaftlichen Wohnangebote die soziale Qualität und das nachbarschaftliche Netzwerk des Stadtteils.“

Erfolgreiche Referenzprojekte
Bottrop ist die erste Stadt im Ruhrgebiet, in der sich die APD außerhalb von Gelsenkirchen engagiert. Im sauerländischen Meinerzhagen hat die APD im März 2018 auf dem Gelände einer ehemaligen Schule ein „Quartier der Generationen“ eröffnet, bestehend aus Servicewohnen, Demenz-WG, Kindergarten und Nachbarschaftstreff. Gemeinsam mit den Kirchners und dem Architekten Ulrich Domnik hob die APD in Gelsenkirchen bereits zwei Referenzprojekte erfolgreich aus der Taufe: die Demenz-Wohngemeinschaften „Leben in Sutum“ (2011) und das Generationenquartier „Leben auf Graf Bismarck“ (2017), eine Kombination von Servicewohnen, Demenz-WG und Geschäftsräumen in einem Zukunftsareal am Rhein-Herne-Kanal. Weitere Projekte im Ruhrgebiet, u.a. in Hattingen und Haltern, sind in Planung.

Copyright Foto Straßenansicht des Gebäudes von der Lehmkuhler Straße. Illustration: Ulrich Domnik, Architekturbüro P70


Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.