Im Portrait: Drei junge Unternehmen aus dem Querschnitt Technologie und Sturzprävention

Wenn aus Fallen Stürzen wird

Frei nach dem Comedian Felix Lobrecht und dem TV-Autor Tommi Schmitt: „Ab einem gewissen Alter fällt man nicht mehr, man stürzt.” – Ein witziges Statement mit ernstem Nachklang. Tatsächlich können Stürze im fortgeschrittenen Alter folgenschwer sein und das auf verschiedenen Ebenen. So können Stürze nebst körperlichen Folgen vor allem auch psychische, soziale, wirtschaftliche und nicht zuletzt auch Folgen für die involvierten Pflegenden haben. Auch stellen sie für das Gesundheitssystem eine Belastung dar, die sich (zumindest etwas) reduzieren lässt. Moderne Technologien heben die Möglichkeiten zur Prävention der mit Stürzen verbundenen Gefahren auf ein neues Level. Exemplarisch stellen wir Ihnen im folgenden Beitrag die Unternehmen DigiRehab GmbH, CAREFYL von Alexandra Potthoff sowie die NEOFECT Germany GmbH vor. Diese Akteur*innen vereint der Anspruch sturzbedingte Leiden und Schädigungen zu verhindern oder abzuschwächen:

1) DigiRehab GmbH

Die DigiRehab GmbH bietet maßgeschneiderte Trainingskonzepte für Personen fortgeschrittenen Alters an. Seit 2019 sind sie nicht nur in ihrem Ursprungsland Dänemark, sondern auch in Norwegen Österreich und Deutschland aktiv. Das von Niels Heuer geführte Unternehmen, folgt dem Ansatz der Bewegung als „beste Medizin”. Damit diese im Alter nicht zu kurz kommt, hat die Firma flexible Übungskonzept entwickelt, die leicht und sicher zu adaptieren sind. Erstellt werden die stets aktualisierten Trainingspläne auf Basis regelmäßiger Screenings und unter dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Aktuell findet das beschriebene Produkt von DigiRehab Einsatz in deutschen Pflegeheimen. Geplant ist aber auch dessen Adaption für den Markt der häuslichen und ambulanten Pflege. Anspruch hier ist, dass die App nach Einführung leicht von den Pflege- und Hilfskräften sowie von den trainierenden Personen selbst genutzt werden kann. Dabei sollen die Sicherheit und der Mehrwert der App mittels punktueller Begleitung und regelmäßiger Kontrolle durch das DigiRehab Team gesichert werden.

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2) CAREFYL – Alexandra Potthoff

Gemeinsam mit Spezialist*innen entwickelt CAREFYL alterssensible Sport- sowie Ernährungsprogramme für eine Zielgruppe von Personen im Alter von 60 bis 80 Jahren. Die verschiedenen Trainingsprogramme von CAREFYL bestehen aus Elementen der Bereiche Ausdauersport, Muskeltraining und Yoga. Die Trainingseinheiten werden physiotherapeutisch auf ihre Durchführbarkeit sowie auf Sicherheit für die Anwendenden geprüft. Auf diese Weise möchte das Team sichergehen, die Verletzungsgefahr der Nutzer*innen möglichst gering zu halten und die gesteckten Ziele nachhaltig zu erreichen. Ein weiteres Anliegen der Firma ist es, dass die präsentierten Sporttechniken und Übungen im weiteren Verlauf auch selbständig und ohne Begleitung durchführbar sind. Die Kund*innen sollen sich laut CAREFYL „[…] zu Hause fit halten können, ohne Angst zu haben und ohne einen Aufpasser zu benötigen.”. Die Anwender*innen sollen also dazu befähigt werden, mittels passender Fitnessübungen sicherer und selbstbewusster zu werden, um möglichst lange selbständig und gut leben zu können.

Die Übungen lassen sich auch einfach ausdrucken, sodass diese mit dem*der Ärzt*in besprochen werden können und später auf Wunsch auch ganz ohne Internet, Tablet, PC oder Smartphone durchführbar sind. Noch dazu hat das Team von CAREFYL bei der Konzeption der Übungen darauf geachtet, dass diese sowohl von Beginner*innen als auch von Fortgeschrittenen absolviert werden können. Sie sind gelenkschonend, kommen ohne Sprünge und ohne Gewichte aus. 

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3) NEOFECT Germany GmbH

Die Neofect Germany GmbH bietet digitale Diagnostik- und Therapielösungen für die motorische Neurorehabilitation, die Handtherapie, das kognitive Training und für die allgemeine Verbesserung der eigenen Beweglichkeit an. – Vor dem Hintergrund des Themas Sturzprävention interessiert uns hier vor allem das Produkt namens Treax PadsDieses veränderbare Trainingsgerät kommt zur Förderung der Koordination, der Stabilität und der Reaktionsfähigkeit einer Person zum Einsatz. Insbesondere trainieren die Treax Pads die oberen und unteren Extremitäten. Sie sind kabellos, werden mittels Batterien betrieben und können sowohl an der Wand als auch auf dem Boden angebracht bzw. angeordnet werden. Die Pads trainieren, je nach Anordnung, den Hand- oder den Fußdruck, die Hand-Augen-Koordination, die Balance, das Gleichgewicht, die Reaktionsfähigkeit, die Aufmerksamkeit und vieles mehr. Dadurch trägt es maßgeblich zur Prävention von Stürzen bzw. zu einem bestmöglichen Abfangen derer bei. 

Geführt wird das Münchner Unternehmen NEOFECT Germany GmbH von Soobin Lee. Mit elf Jahren am Markt ist die Firma streng genommen kein StartUp mehr, aber aufgrund ihrer smarten Integration von Biofeedback-Prozessen und ihrer steten Weiterentwicklung der AI-Ansätze hier im Kontext technikgestützter Bewegungstrainings durchaus nennenswert. 

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Die hohe Bedeutung von Geräten zur Sturzprävention vor dem Hintergrund zunehmender Single-Haushalte

Ein Großteil älterer Bürger*innen lebt allein. „Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Internationalen Tag der älteren Menschen am 1. Oktober mitteilt, lebten im Jahr 2020 rund 5,9 Millionen Menschen ab 65 Jahren allein – das war jede dritte Person (34 %) in dieser Altersgruppe.”, schreibt destatis.de in der Pressemitteilung Nr. N 057 vom 29. September 2021. Vor 21 Jahren waren es noch 5.1 Millionen. Die Tendenz ist also steigend. 

Grund für die Vereinzelung von Personen fortgeschrittenen Alters sei schlicht das Versterben des Partners. Mehr als die Hälfte der Personen über 85 Jahren, konkret: 58% der Befragten, lebte 2020 allein, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Während in der Altersgruppe 65+ laut Befragung noch knapp zwei Drittel (62%) der Befragten gemeinsam mit einem Partner*einer Partnerin zusammenlebt, teilten sich nur 34% der Personen im Alter 85+ die eigene Wohnung mit einer Partnerin bzw. einem Partner (ebd.).

Gepaart mit der Destatis-Angabe, dass 96% der über 65-Jährigen im eigenen Zuhause, und damit in keiner engmaschig betreuten Einrichtung lebten, wird die Relevanz und das Potential von Geräten zur Sturzprophylaxe bzw. zur Steigerung der Sturz-Sicherheit noch einmal deutlicher. 

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Über welche eHealth Unternehmen wollen Sie als nächstes mehr erfahren?

Sie kennen junge Unternehmen aus den Bereichen Sturzprophylaxe und schnelle Abhilfe? Teilen Sie diese gern mit uns. Wir freuen uns auf Ihre Tipps und entsprechenden E-Mails an: info(at)caretrialog(Punkt)de

Interessierte finden u. a. hier weiterführende Informationen:

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Auch die Lindera GmbH widmet sich dem Thema der Sturzprävention. Deren neue Lindera Mobilitätsanalyse App hilft dabei, Sturz-Potential frühzeitig zu erkennen und entsprechend aktiv zu werden. Hier geht es zur Lindara Mobilitätsanalyse App im App Store von Apple und hier finden Sie die Lindara Mobilitätsanalyse App im Google Play Store.

Quellen: 

www.pflege-today.de: „Welche Folgen haben Stürze im Alter?” (zuletzt abgerufen am: 24.03.2022)

www.handelsblatt.com: „Sturzprävention per App: Lindara entwickelt KI weiter” (zuletzt abgerufen am: 28.03.2022) 

www.aerztezeitung.de: „Sturz-App toppt klinische Analyseverfahren” (zuletzt abgerufen am: 25.03.2022)

www.destatis.de: „Fast 6 Millionen ältere Menschen leben allein” (zuletzt abgerufen am: 28.03.2022)

Foto: pixabay



		
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