CareTRIALOG: Stadtpremiere von NICHT SCHON WIEDER RUDI! in Nürnberg
23.10.2015
Kategorie: WP Demenz, PA Blickpunkt, PG Gesellschaft
Sabine Distler

Stadtpremiere von NICHT SCHON WIEDER RUDI! in Nürnberg

Der Kinofilm „NICHT SCHON WIEDER RUDI!“ startete in Deutschland Mitte Oktober und bereits wenige Tage danach folgten auf Einladung vom CareTRIALOG über 70 soziale Akteure und Multiplikatoren aus der Gesundheitsbranche zur Stadtpremiere in das Filmhauskino Nürnberg. 


Thomas Deutsch (Forbo Flooring), Holger Sorg und Oona-Devi Liebich (Macchiato Pictures), Jens Puda (Forbo Flooring), Sabine Distler (age cu)

„Wie schön, dass es so etwas noch gibt. Ein Kinofilm, der mich innerhalb kurzer Zeit entschleunigte, erheiterte und die Spannung bis zum Schluss behielt“, resümierte ein Zuschauer beim anschließenden Filmgespräch und erhielt viel Zustimmung. Tanja Ehret vom CareTRIALOG, die das Filmgespräch moderierte, fragte die Schauspieler und Regisseure Oona-Devi-Liebich und Ismail Sahin nach ihren Beweggründen zu der Filmgeschichte. Es war wie so oft, wenn schwierige emotionale Zustände gut interpretiert werden, dann legen persönliche Begegnungen und Erlebnisse innerhalb Familie und im Alltag die Grundlage. Feinfühlig, berührend und leidenschaftlich erzählten die Produzenten Ismail Sahin, Oona Devi-Liebich und Holger Sorg von ihren Gedanken zur Geschichte, ihrem Kampf für einen Film ohne finanzielle Förderung und Unterstützung, ihrer Liebe zum Detail und auch von ihrer Verblüffung über einzelne Kritiken. Die Expertinnen und Experten aus der Gesundheits- und Pflegebranche dankten dem Filmteam mit ehrlichen Statements und Anerkennung für einen Film, der sich neben dem Hauptthema Männerfreundschaft auch mit den wie auch im wahren Leben „verwirrten“ Zuständen der Vergesslichkeit beschäftigt. Und das in einer solch kraftvollen wie fürsorglichen Art ohne die übliche aufklärerische Haltung von Themenfilmen.

 

 

„Meine Mutter ist bereits verstorben, aber sie hätte in den ersten Jahren mit den stärker werdenden Demenzsymptomen diesen Film sicher gern gesehen. Sie hätte sich kaputt gelacht über die Vergesslichkeit und vermutlich gefreut, dass es ihr nicht alleine so geht“ sagte eine Besucherin.

 

Wenn es sogar so wäre, dass auch Menschen mit kognitiven Einschränkungen diesen Film genießen könnten, wäre Ismail Sahin und seinem Team ein herausragendes Werk gelungen. Damit wäre „NICHT SCHON WIEDER RUDI!“ nicht nur ein Film über Freundschaft und eine Krankheit, sondern ein Film für alle Menschen (Filmbegeisterte, Interessierte, Betroffene und Angehörige).

 

Genau dies ist auch der Leitgedanke des Vereins Altern gestalten, der als Mitveranstalter die Premiere begleitete. Grit Wehr und Sabine L. Distler als Mitgründerinnen freuten sich über diese gelungene Veranstaltung. „Genau so müssen wir künftig Demenz thematisieren. Alle müssen Bescheid wissen, worum es geht, aber es darf kein Ausschlusskriterium für viele Alltagsdinge werden. Wir danken „NICHT SCHON WIEDER RUDI!“ für diese Message und würden professionellen Filmkritikern empfehlen, sich im Vorfeld mit der Thematik zu beschäftigen oder noch besser, diese Art von Filmen sollten Menschen mit Expertise beurteilen.“ (age cu).

 

Das Filmteam freute sich über den großen Respekt und Anerkennung vom Fachpublikum. Der Film läuft in vielen Städten. Unbedingt sehenswert – für ein neues Verständnis von Demenz - von uns erhält er ***** Sterne!

 

Zum Film:

Klaus, Peter, Bernd und Murat – vier Männer, unterschiedlicher geht es kaum. Ein leiser Männerfilm ohne Gewehre, Autos und Muskelprotzen und doch zeigen alle so viel Männlichkeit, so viel Menschlichkeit. Sie berühren mit der aggressiven Naivität gegenüber dem Unbekannten – der menschlichen Veränderung! 

 

Manchmal ist Rudi da, immer wieder weg und so wie Rudi da und weg ist, so wechselt Klaus seinen Bewusstseinszustand. Und auch die Achtsamkeit der anderen gegenüber Klaus wird begleitet zwischen Aktionswut, Ohnmacht, Solidarität, Loyalität und Ehrlichkeit. Es geht um Beziehungen, um alte, neue und veränderte Freundschaften und es geht um ein Innehalten, einer Auszeit abseits des Alltags und die Besinnung auf den Kern menschlichen Handelns.

 

„Wer auf die Idee kommt, einen Film über eine Krankheit daraus zu charakterisieren, denkt zu kurz. Es dreht sich alles um den Hund Rudi – wer den Film gesehen hat, wird sich an ihn erinnern.“

 

Erharen Sie hier über den Film und in welchen Kinos er läuft:

www.nicht-schon-wieder-rudi.de

 

 


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